Unter der Brücke

Ein großer Teil unserer Arbeit beschäftigt sich mit den Werken anderer Künstler – Werke, die wir auf der Straße finden und die wir dann in unseren kreativen Prozess integrieren. Da wir nur unsignierte Arbeiten einfließen lassen, gehen diese oft auf anonyme Sprayer zurück. Heute haben wir uns gemeinsam mit der Kreativabteilung von explido>>iProspect und Robert Kempe auf die andere Seite begeben und einen Tag als Sprayer unter der Brücke gearbeitet. Wenn dazu noch der Kitzel einer nächtlichen, verbotenen Aktion kommt – höchst faszinierend.

Robert – vielen Dank – war ein super Tag
Wir freuen uns darauf etwas gemeinsames zu machen!

DAS FILMPORTRAIT: ROBERT KEMPE – MISTER SED – YOUTUBE

Couch oder Kunst

Wieder so ein Tag. Nehme ich mir eine Auszeit oder füttere ich mein Gehirn mit Kunst?

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Habe dann doch eine 4er Ausstellung angesehen, bei der 2 Künstler anwesend waren. Habe mir die Ausstellung schon vor 3 Wochen angesehen (Ohne Künstler). Welch ein Unterschied! Vorher betrachtet ging es „nur“ darum gefällt es mir, spricht es mich emotional an oder nicht. Jetzt als der Konzeptkünstler Christian Hof seine Geschichte hinter seiner Arbeit vorträgt zieht sie mich in ihren Bann. Er bezeichnet sich als Infograph. Aus abendfüllenden Krimis bedient er sich der Anfangssequenzen. In den Ersten Minuten erzählt der Film schon eine Geschichte und führt den Zusehen an die Handlung heran, baut Emotionen auf. Die Titel montiert er aus den Bildern heraus, befreit sie. Er stellt 90 screenshots aus verschiedenen Filmen zusammen. Zu 70% beginnen sie im Dunkeln oder Vögel fliegen auf. Die Skandinavischen Filme beginnen alle in einer bestimmten Farbe. Dies ist ca. für ein Jahr aktuell und es beginnt gleichzeitig wieder etwas gemeinsames Neues. Er bemerkt, dass Kinder es anders sehen. Bei Ihnen ist der dunkle Wald ein dunkler Wald. Beim konditionierten Erwachsenen signalisiert es Gefahr. Wir werden mit stereotypen bedient. Früher wurde noch über die Filme am nächsten tag gesprochen und heute werden sie nur noch konsumiert und dienen Gegenwartsbewältigung. Haben heute sie keine gesellschaftliche Funktion mehr.

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Dem 2. Anwesenden Künstler, der Bildhauer und Konzeptkünstler Christian Hörl geht es um seine eigene, subjektive Wahrnehmung. Er beginnt z.B. mit einem Landschaftsfoto oder einer Fassade der 70iger Jahre, das ästhetisch, schön ist. Durch Überlagerung verbunden mit einer aufgemalten Struktur bringt er seinen eigenen Rhythmus in die Arbeit ein. 2 Ebenen vermischen und verbinden sich zu etwas Neuem, etwas Persönliches. Auf Aluminium zeichnet er mit weisem Lack eine Struktur auf die wieder um per Siebdruckverfahren das Foto aufgetragen wird. Mir fällt besonders ein Foto des Drogeriemarktes Müller auf die mit Dreiecken unterlegt ist. Plötzlich wird ein Drogeriemarkt zu einem ästhetischen Ort.

Am Ende geht es um Kunst allgemein und das Kinder kreativ sind und Kunst mit Reflexion beginnt. Kunst hat eine Reifezeit und wird erst durch die eigene Aussage dazu. Es wurde für mich mit dem Künstlergespräch ein ganz anderes emotionales Erleben. Jetzt bin ich wieder fit.

Hier – jetzt – heute.  Vier Kunstschaffende aus Schwaben sehen die Gegenwart – Dorothea Dudek, Christian Hof, Christian Hörl und Jo Thoma. Vom 26. Juli bis 18. Oktober 2015 in der Schwäbischen Galerie im Volkskundemuseum Oberschönefeld

gesehen heute

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Die Jährliche 2015 im Kunstverein Bobingen – Galerie im unteren Schlößchen

Eine gelungene Ausstellung von 28 Mitgliedern. Neben den sehr interessanten Arbeiten hat mich besonders die Hängung begeistert. Nach meiner Berlinreise braucht auch diese Ausstellung sich nicht zu verstecken. Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Objekte, Druckgrafik und Bildhauerei sind einfühlsam miteinander kombiniert und in Verbindung gebracht.

Ausstellungdauer bis 18.10.2015. Galerie im Unteren Schlösschen
Römerstraße 73, 86399 Bobingen
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 – 18 Uhr
Sonntag 14 – 18 Uhr

 

Positions Berlin Art fair

3 Messen in 3 Tagen

Am Donnerstag die Berliner Liste 2015, eine Kunstmesse für alle, bei der sich jeder Kunstschaffende bewerben kann und die Chance bekommt im Sog der Art Week internationales Flair schnuppern zu dürfen. Trotz des Qualitätsunterschiedes gab es für mich immer wieder neues zu entdecken.

Am Freitag die abc und heute am Samstag die Positions, die zum 2. mal in Berlin stattfindet. 78 Aussteller aus 16 Ländern mit Kunstwerken von 233 Künstlern aus 37 Ländern. IMG_20150919_144809 KopieEine Mischung aus alteingesessenen Galerien und Nachwuchskunst. Von den Räum-lichkeiten kleiner und wieder unterteilt in Kojen, ist das Angebot für mich gefühlt größer als auf der abc, das sicherlich mit den dort immens großen Präsentationen zusammen-hängt. Auffällig waren für mich die Anzahl meditativer Arbeiten, die den Betrachter trotz der hektischen Zeit zur Ruhe kommen lassen und eine Messe, die mit roten Punkten nicht geizig umgeht. Drei Tage mit eindrucksvollen Präsentationen Zeitgenössischer und moderner Kunst. Das ist es was meinen Geist lebendig hält.

abc – art berlin contemporary

 

Grenzgänge am Gleisdreieck

105 Galerien aus 17 Ländern, die Hälfte davon aus Berlin, sind in den Hallen am Gleisdreieck  vertreten. Sofort ins Auge fällt das Konzept die Kunst und damit den Künstlern Raum zu geben.Weg von der Strenge der Kojen-Architektur – offene Räume – der Künstler und nicht der Galerist stehen im Mittelpunkt und präsentieren sich.IMG_20150918_145937 Kopie Ich springe von Künstler zu Künstler, alles vermischt sich, wird eins und trotzdem unterschiedlich. Die Nationalitäten werden mir erst an Tafeln die am Boden haften bewusst. Selbst die Videoinstallationen, die für mich meist viel Energie absaugen sind hier im offenen Raum unaufdringlich und frei und trotzdem präsent. Gerade fotografiert ein junger Mann und stellt sein Objektiv scharf und spannt den Film – ein Analoger denke ich – gibt es die wieder?! – genauso wie im digitalen Zeitalter immer noch die Eintrittskarten manuell eingerissen werden. Eine Messe für die Künstler wie auch den Betrachter, wobei der Galerist seine Rolle als Vermittler wahrnimmt.

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Frei nach Martin Kippenberger: „We don`t have problems with Guggenheim, because we can`t say no, if we are not invited“(1986). Eine mal andere Messe, die Grenzen überwindet, statt neue aufzubauen.

 

QuARTett 2015 im Rathaus Stadtbergen

Auf Wunsch von Herrn Horst Brunner, ehemaliger Vorsitzender des Kulturausschusses, findet eine private Ausstellungsführung in dieser sehr gelungenen Präsentation im Rathaus Stadtbergen am Sonntag, den 5. Juli, um 14:00 Uhr statt.

Interessierte sind herzlich willkommen.

freue mich, Horst Gatscher

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Kollaborative Kreativität

Gastvortrag von Gesa Krebber am 03.06.2015: I wanna draw your name on my __________. Kollaborative Kreativität als Position einer jungen Kunstpädagogik

…Das aktuelle Phänomen zeitgenössischer Kollaborationen in der Kunst und der Alltagskultur stellt ein Konzept dar, das in entgrenzte, unsichere Bereiche von Kunst und Kreativität führt. Mit einem großen Selbstverständnis sind Konnektivität und relationale Bedingtheit sichtbarer Teil des künstlerischen und gestaltenden Produktionsprozesses ohne Angst vor Ähnlichkeiten, komplexen Zusammenhängen oder multipler Autorschaft….

Gesa Krebber (*1978) ist Promovierende am Institut für Kunst und Kunsttheorie an der Universität zu Köln mit dem Forschungsprojekt Kollaborative Kreativität. Als Lehrerin für Kunst und Deutsch ist sie an der Königin-Luise-Schule in Köln tätig. Sie studierte Freie Kunst sowie Kunstpädagogik/ Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und Germanistik an der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte: Strategien aktueller Zusammenarbeit in Kunst und Alltagskultur, kollaborative Kreativität, relationales Lernen im Kunstunterricht. http://gesakrebber.de.

Quelle: http://mbr.uni-koeln.de/kunst/tag/zusammenarbeit/

 

Zusammenarbeit mit unbekanntem Künstler – das Konzept

Nachdem das Konzept „Zusammenarbeit mit unbekanntem Künstler“ und  unser „Herzprojekt“ mit Chris Uphues bei der Vernissage auf so viel Nachfrage stieß, haben wir hier den Verlauf und die Idee des Projekts noch einmal skizziert.

Zusammenarbeit mit unbekanntem Künstler:

Teil des Konzepts ist es, Werke anderer Künstler mit einzubeziehen. Bei den Werken aus der Reihe „Zusammenarbeit mit unbekanntem Künstler“ ist ein nicht signiertes Werk wie zum Beispiel ein Graffiti aus dem öffentlichen Raum, Basis der Arbeit. Über das fertige Photobild wird anschließend versucht Kontakt zum Künstler des Originals herzustellen und ihn zu einem bekannten Künstler zu machen.

HerzAktion

„Heart Attack“:

Chris Uphues ist einer der Künstler, zu dem auf diesem Weg Kontakt aufgenommen wurde. Chris lebt in Brooklyn und ist als „the heart artist“ bekannt, da er in New York an öffentlichen Flächen seine Herz Graffitis hinterlässt. Eines davon wurde von uns aufgenommen und als Basis für einige Photobilder genutzt. Das Ergebnis wurde zwei Monate später mit QR-Code, der eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme enthielt, an denselben Bauzaun in NY-Queens zurückplakatiert, an dem wir es gefunden hatten. Nach der anschließenden Kontaktaufnahme  entstand die Idee für ein gemeinsames Projekt – „Heart Attack“.

Nach der Vernissage ist vor der Vernissage

HORST GATSCHER  I  Experimentelle Fotografie
RITA MARIA MAYER  I  Plastik
ELISABETH RÖDER I  Malerei
RUTH WILD  I  Schriftbilder

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QuARTett 2015  lädt ein zur Vernissage am Freitag, den 12. Juni um 19:30 im:
Rathausfoyer Stadtbergen
Oberer Stadtweg 2
86391 Stadtbergen

Einführung: Sabine Sünwoldt M.A., Leiterin Museum  und Galerie der Stadt Schwabmünchen

Musik: Girls four Sax
Ausstellungsdauer: 12.Juni bis 12. Juli 2015
Offener Sonntag: 12.July 2015 von 14:00 – 17:00 Uhr

Vernissage Photobilder – Zusammenarbeit mit unbekanntem Künstler

Eine gelungene Vernissage!

Nach einer Einführung des 2.Vorstands Ludwig John von Cultura Urbana eröffnete Dirk von Burgsdorff mit einer Rede zur Idee und Technik der Photobilder die Ausstellung.  Am Ende wies Horst Gatscher noch einmal auf die seiner Meinung nach in der Rede zu kurz gekommene wichtige Rolle des Photografen hin.
Zur Abrundung der Vernissage spielte der Überraschungsgast Didge-Harry-Doo auf seinem Alphorn. Für Ihn und uns eine Premiere. Sonst mit zahlreichen australischen Rohren unterwegs, eroberte er mit seinem Alphorn die Herzen der Zuhörer. Dieses mal ohne seine Gruppe „…no worries, mate!“

www.noworriesmate-infos.de/

hier ein paar Eindrücke der Vernie, die erst um 00:15 Uhr zu Ende ging.