gesehen heute

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Die Jährliche 2015 im Kunstverein Bobingen – Galerie im unteren Schlößchen

Eine gelungene Ausstellung von 28 Mitgliedern. Neben den sehr interessanten Arbeiten hat mich besonders die Hängung begeistert. Nach meiner Berlinreise braucht auch diese Ausstellung sich nicht zu verstecken. Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Objekte, Druckgrafik und Bildhauerei sind einfühlsam miteinander kombiniert und in Verbindung gebracht.

Ausstellungdauer bis 18.10.2015. Galerie im Unteren Schlösschen
Römerstraße 73, 86399 Bobingen
Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15 – 18 Uhr
Sonntag 14 – 18 Uhr

 

Positions Berlin Art fair

3 Messen in 3 Tagen

Am Donnerstag die Berliner Liste 2015, eine Kunstmesse für alle, bei der sich jeder Kunstschaffende bewerben kann und die Chance bekommt im Sog der Art Week internationales Flair schnuppern zu dürfen. Trotz des Qualitätsunterschiedes gab es für mich immer wieder neues zu entdecken.

Am Freitag die abc und heute am Samstag die Positions, die zum 2. mal in Berlin stattfindet. 78 Aussteller aus 16 Ländern mit Kunstwerken von 233 Künstlern aus 37 Ländern. IMG_20150919_144809 KopieEine Mischung aus alteingesessenen Galerien und Nachwuchskunst. Von den Räum-lichkeiten kleiner und wieder unterteilt in Kojen, ist das Angebot für mich gefühlt größer als auf der abc, das sicherlich mit den dort immens großen Präsentationen zusammen-hängt. Auffällig waren für mich die Anzahl meditativer Arbeiten, die den Betrachter trotz der hektischen Zeit zur Ruhe kommen lassen und eine Messe, die mit roten Punkten nicht geizig umgeht. Drei Tage mit eindrucksvollen Präsentationen Zeitgenössischer und moderner Kunst. Das ist es was meinen Geist lebendig hält.

abc – art berlin contemporary

 

Grenzgänge am Gleisdreieck

105 Galerien aus 17 Ländern, die Hälfte davon aus Berlin, sind in den Hallen am Gleisdreieck  vertreten. Sofort ins Auge fällt das Konzept die Kunst und damit den Künstlern Raum zu geben.Weg von der Strenge der Kojen-Architektur – offene Räume – der Künstler und nicht der Galerist stehen im Mittelpunkt und präsentieren sich.IMG_20150918_145937 Kopie Ich springe von Künstler zu Künstler, alles vermischt sich, wird eins und trotzdem unterschiedlich. Die Nationalitäten werden mir erst an Tafeln die am Boden haften bewusst. Selbst die Videoinstallationen, die für mich meist viel Energie absaugen sind hier im offenen Raum unaufdringlich und frei und trotzdem präsent. Gerade fotografiert ein junger Mann und stellt sein Objektiv scharf und spannt den Film – ein Analoger denke ich – gibt es die wieder?! – genauso wie im digitalen Zeitalter immer noch die Eintrittskarten manuell eingerissen werden. Eine Messe für die Künstler wie auch den Betrachter, wobei der Galerist seine Rolle als Vermittler wahrnimmt.

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Frei nach Martin Kippenberger: „We don`t have problems with Guggenheim, because we can`t say no, if we are not invited“(1986). Eine mal andere Messe, die Grenzen überwindet, statt neue aufzubauen.