Übermalungen

Oft ist es so, dass wir mit einer Fotografie eines meiner Bilder in den gemeinsamen Bearbeitungsprozess einsteigen.

Bei den folengelundtodgenden Bildern war es einmal anders herum – ich habe malend auf Fotografien von Horst aufgesetzt. In einigen Fällen kann man dies noch gut erkennen – bei ein paar anderen ist von der ursprünglichen Fotografie nicht viel übrig geblieben und sie hatte wohl eher inspirierenden Charakter.

 

 

ART Stuttgart

Vom 2. bs 5. Juni 2016 fand die Kunstmesse ART- Stuttgart zum 1. Mal statt. Wir waren über die SYRLIN Galerie vertreten.

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Die Bilder täuschen nicht – leider war die Veranstaltung aufgrund der ganzen Querelen im Vorfeld doch sehr mäßig besucht. Schade für die Aussteller und die vertretenen Künstler. Die wenigen Besucher hatten dafür freie Bahn und alle Möglichkeiten sich auf den Ständen fachkundig zu unterhalten.

Insgesamt war das Konzept der Messe wohl noch nicht ganz ausgereift und auch die Bewerbung sowie Beschilderung stark verbesserungsbedürftig – es war wirklich nicht leicht zu den Ausstellungsflächen zu finden. Was einen aber dann an dargebotener Kunst erwartete war durchaus ansprechend und auf gutem Niveau. Was einer der Ludolfs und Waldi von Bares für Rares  als „Stargäste“ auf der Veranstaltung zu suchen hatten, wird wohl das Geheimnis der Veranstalter bleiben.

Schade drum!

Kunstpavillon München / Standpunkt-Fluchtpunkt

Im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten sind 29 Mitglieder der gewerkschaftlichen Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler in ver.di Bayern,VBK und ihre Gäste dem VBK- Künstlerrat gefolgt und haben sich gestalterisch mit dem Aufruf der französischen Revolution „Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit“ auseinandergesetzt.

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Neben verschiedenen Arbeiten, die auf die aktuelle Situationen in der Flüchtlingspolitik eingehen, fanden wir auch Arbeiten unserer Galeristen der Autorengalerie1 Sophie und Helmut Vakily. Das hat mich sehr gefreut.

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Helmut Vakily – „Schwebend und Kippbewegung“ + „Im Dunkel und im Licht“                        Sophie Vakily – „Die Wand“

Unsere Boten sind in München angekommen!

Engel sind sowohl im Christentum, im Judentum als auch im Islam die Boten Gottes. Ihre Aufgabe ist es die Ferne zwischen Gott und den Menschen zu überbrücken und Nachrichten zu überbringen. Engel gehören seit jeher zu den faszinierendsten Wesen der Religionen. Interessanterweise kann man ihnen aber nicht direkt ansehen wer sie geschickt hat und wessen Boten sie sind. Die Ausstellung, die am 16.3.2016 in der Autorengalerie 1 eröffnet wird, bietet hier einige Möglichkeiten an.

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Besonders freuen wir uns auf Christian Ude, der aus „Meine Schwabinger Erinnerungen“ lesen wird.

Diesen Mittwoch, 16.03. in der Autoren Galerie 1 in München. Einlass ab 19:00 Uhr.

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Engelchen Fotosession

Am 16.März werden wir erneut in der Autorengalerie 1 in München ausstellen. Titel der Ausstellung ist „Malerei und Fotografie – Annäherungsversuche“. Wir freuen uns sehr, dass Christian Ude die Lesung an diesem Abend machen wird.

Idee unserer Ausstellung ist, zwei unabhängig voneinander entstandene Werke – eins gemalt – eins fotografiert in mehreren Schritten aufeinander zulaufen zu lassen und sie zu einem Photobild zu verschmelzen. Hier ein paar Bilder der gestrigen Fotosession.

Vernissage Autoren Galerie 1 / München

Heute Abend um 19:00 findet in München in der Autoren Galerie 1 unsere Vernissage „Photobilder“ statt. Wir möchten uns schon jetzt bei Sophie Vakily für ihr Engagement bei der Gestaltung der Ausstellung bedanken und sind sehr gespannt auf die Einführung in die Ausstellung von Gudrun Bouchard.

Vernissage-Autorengalerie

Wir freuen uns über alle, die noch kurzentschlossen zur  Vernissage kommen oder die Ausstellung zu den Galerie Öffnungszeiten besuchen.

 

Unter der Brücke

Ein großer Teil unserer Arbeit beschäftigt sich mit den Werken anderer Künstler – Werke, die wir auf der Straße finden und die wir dann in unseren kreativen Prozess integrieren. Da wir nur unsignierte Arbeiten einfließen lassen, gehen diese oft auf anonyme Sprayer zurück. Heute haben wir uns gemeinsam mit der Kreativabteilung von explido>>iProspect und Robert Kempe auf die andere Seite begeben und einen Tag als Sprayer unter der Brücke gearbeitet. Wenn dazu noch der Kitzel einer nächtlichen, verbotenen Aktion kommt – höchst faszinierend.

Robert – vielen Dank – war ein super Tag
Wir freuen uns darauf etwas gemeinsames zu machen!

DAS FILMPORTRAIT: ROBERT KEMPE – MISTER SED – YOUTUBE

Couch oder Kunst

Wieder so ein Tag. Nehme ich mir eine Auszeit oder füttere ich mein Gehirn mit Kunst?

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Habe dann doch eine 4er Ausstellung angesehen, bei der 2 Künstler anwesend waren. Habe mir die Ausstellung schon vor 3 Wochen angesehen (Ohne Künstler). Welch ein Unterschied! Vorher betrachtet ging es „nur“ darum gefällt es mir, spricht es mich emotional an oder nicht. Jetzt als der Konzeptkünstler Christian Hof seine Geschichte hinter seiner Arbeit vorträgt zieht sie mich in ihren Bann. Er bezeichnet sich als Infograph. Aus abendfüllenden Krimis bedient er sich der Anfangssequenzen. In den Ersten Minuten erzählt der Film schon eine Geschichte und führt den Zusehen an die Handlung heran, baut Emotionen auf. Die Titel montiert er aus den Bildern heraus, befreit sie. Er stellt 90 screenshots aus verschiedenen Filmen zusammen. Zu 70% beginnen sie im Dunkeln oder Vögel fliegen auf. Die Skandinavischen Filme beginnen alle in einer bestimmten Farbe. Dies ist ca. für ein Jahr aktuell und es beginnt gleichzeitig wieder etwas gemeinsames Neues. Er bemerkt, dass Kinder es anders sehen. Bei Ihnen ist der dunkle Wald ein dunkler Wald. Beim konditionierten Erwachsenen signalisiert es Gefahr. Wir werden mit stereotypen bedient. Früher wurde noch über die Filme am nächsten tag gesprochen und heute werden sie nur noch konsumiert und dienen Gegenwartsbewältigung. Haben heute sie keine gesellschaftliche Funktion mehr.

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Dem 2. Anwesenden Künstler, der Bildhauer und Konzeptkünstler Christian Hörl geht es um seine eigene, subjektive Wahrnehmung. Er beginnt z.B. mit einem Landschaftsfoto oder einer Fassade der 70iger Jahre, das ästhetisch, schön ist. Durch Überlagerung verbunden mit einer aufgemalten Struktur bringt er seinen eigenen Rhythmus in die Arbeit ein. 2 Ebenen vermischen und verbinden sich zu etwas Neuem, etwas Persönliches. Auf Aluminium zeichnet er mit weisem Lack eine Struktur auf die wieder um per Siebdruckverfahren das Foto aufgetragen wird. Mir fällt besonders ein Foto des Drogeriemarktes Müller auf die mit Dreiecken unterlegt ist. Plötzlich wird ein Drogeriemarkt zu einem ästhetischen Ort.

Am Ende geht es um Kunst allgemein und das Kinder kreativ sind und Kunst mit Reflexion beginnt. Kunst hat eine Reifezeit und wird erst durch die eigene Aussage dazu. Es wurde für mich mit dem Künstlergespräch ein ganz anderes emotionales Erleben. Jetzt bin ich wieder fit.

Hier – jetzt – heute.  Vier Kunstschaffende aus Schwaben sehen die Gegenwart – Dorothea Dudek, Christian Hof, Christian Hörl und Jo Thoma. Vom 26. Juli bis 18. Oktober 2015 in der Schwäbischen Galerie im Volkskundemuseum Oberschönefeld